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IUGR  >  Projekte  >  Winterakademie Naturschutz im geteilten Deutschland

Winterakademien zur Naturschutzgeschichte 2007 bis 2009 zum "Naturschutz im geteilten Deutschland"

Seit 2007 war das IUGR e.V. Mitveranstalter einer Reihe von Winterakademien zur Naturschutzgeschichte, die jährlich auf der Insel Vilm stattfanden. 

Gemeinsam mit der Stiftung Naturschutzgeschichte Königswinter und der Internationalen Naturschutzakademie Insel Vilm des Bundesamtes für Naturschutz wurde in den Jahren 2007 bis 2009 eine dreiteilige Reihe von Winterakademie zum Thema "Naturschutz im geteilten Deutschland" ausgerichtet. Im Rahmen dieser Veranstaltungen berichteten Zeitzeuginnen und Zeitzeugen des Naturschutzes aus Ost- und Westdeutschland über die Entwicklungen in der DDR bzw. der alten Bundesrepublik, diskutierten Unterschiede, Gemeinsamkeiten und gegenseitige Beeinflussungen.

Die Reihe bezog sich auf drei Zeitabschnitte: (1) Winterakademie 2007 für den Zeitraum 1949 bis 1969, (2) Winterakademie 2008 für den Zeitraum 1970 bis 1979, (3) Winterakademie 2009 für den Zeitraum 1980 bis 1990.

Eine treffende Einschätzung zum Verlauf und zu den Ergebnissen der drei Winterakademien findet sich in einem Beitrag von Hans-Werner Frohn von der Stiftung Naturschutzgeschichte in Königswinter: "Es hatte sich nicht nur gezeigt, dass sich gerade auf dem Feld der Wissenschaft und auch des Naturschutzrechts durchaus 1990 übernahmefähige und auch -würdige Naturschutztraditionen entwickelt hatten, die in der Eile der Zeit damals nicht ausreichend gewürdigt wurden und deshalb drohten vergessen zu werden. Vor allem schärften die Winterakademien aber auch die gegenseitige Wahrnehmung und trugen dazu bei, „falsche Bilder“, d. h. Wahrnehmungen voneinander zu zerstören. Die Diskussionskultur entspannte sich von Jahr zu Jahr, womit sich umgekehrt die Bereitschaft zur kritischen (Selbst-)Reflexion entwickelte. Der sächsische Landesbeauftragte für die Stasiunterlagen, Michael Beleites, der an allen drei Winterakademien teilnahm, sprach davon, dass sich die Tagungen als eine Form der „nachgeholten Wiedervereinigung“ erwiesen hätten." (Frohn, H.W. 2009: Aus der Stiftung Naturschutzgeschichte. Studienarchiv Umweltgeschichte Nr. 14, S. 82)